Eisprungkalender: Kostenlos downloaden und fruchtbare Tage berechnen

geschrieben von:
Sabine Rajchl

zuletzt aktualisiert am 12.10.2021
mit wissenschaftlichen Quellen belegt

Eisprungkalender: Fruchtbare Tage berechnen – So geht’s!

In einen Eisprungkalender trägst du täglich bestimmte Werte und körperliche Symptome ein um herauszufinden, wann du deinen Eisprung hast. Dieses Wissen hilft dir in zwei sehr unterschiedlichen Situationen: 

1. Wenn du zuverlässig verhüten willst oder 

2, wenn du schwanger werden möchtest

Da der Zyklus jeder Frau sehr individuell ist, kannst du erst nach ein paar Zyklen sichere Aussagen über deinen Eisprung treffen. Deswegen unser Rat: Drucke dir noch heute unseren kostenlosen Eisprungkalender aus und beginne damit, diesen zu führen! Wenn du weiterliest, erfährst du wie der Kalender funktioniert und wie du diesen richtig nutzt. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Deine fruchtbaren Tage zu kennen hilft dir sowohl bei der Verhütung als auch bei der Erfüllung deines Wunsches, schwanger zu werden.  

  • Um deine fruchtbaren Tagen zu kennen musst du wissen, wann dein Eisprung stattfindet. 

  • In einen Eisprungkalender trägst du täglich verschiedene Werte ein, mit denen du den Zeitpunkt deines Eisprung relativ zuverlässig bestimmen kannst. 

  • Zu diesen Werten zählt deine Basaltemperatur sowie Veränderungen beim Zervixschleim und Muttermund. 

Eisprungkalender & Co.: Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Überblick

Mindestens einmal im Monat macht sich dein Zyklus ganz deutlich bemerkbar – mit der Periode. Doch wie gut kennst du dich mit all den Abläufen aus, zu denen es zwischen den Blutungen kommt? Insbesondere wenn du schwanger werden oder im Gegenteil verhüten willst, gibt es ein noch viel wichtigeres Ereignis: den Eisprung. 


Die Faustregel besagt, dass dieser in der Mitte deines Zyklus stattfindet. Dies ist jedoch nur ein sehr grober Anhaltspunkt, denn sowohl die Länge des Zyklus als auch der Zeitpunkt des Eisprungs ist von Frau zu Frau verschieden.


Es gibt verschiedene Tools die dir dabei helfen, deinen individuellen Zyklus besser kennenzulernen. Diese unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Nutzungsmöglichkeit. Am umfangreichsten und aussagekräftigsten ist der Eisprungkalender, auf den wir uns in diesem Artikel konzentrieren. 


Doch bevor wir tiefer in das Thema eintauchen möchten wir einen Überblick darüber geben, welche Tools es gibt und wie sich diese vom Eisprungkalender unterscheiden: 

  • Eisprungkalender
  • Eisprungrechner
  • Zykluskalender
  • Zyklusrechner

  • Auch Fruchtbarkeitskalender genannt
  • Tägliche Eintragungen 
  • Geeignet für zuverlässige Verhütung und Kinderwunsch 
  • Die wichtigsten eingetragenen Werte sind Basaltemperatur, Zervixschleim und Muttermund-Lage 
  • Ermöglicht genaue Bestimmung des Eisprungs 

  • auch Fruchtbarkeitsrechner oder Ovulationsrechner genannt
  • Einmalige Eintragungen 
  • Geeignet um Chancen auf Schwangerschaft zu erhöhen 
  • Eintragung von Zykluslänge und erstem Tag der letzten Blutung 
  • Ermöglicht grobe Bestimmung des Eisprungs 

  • Nur Eintragung bei Blutungen 
  • Geeignet um persönliche Einschätzung des Zyklus zu verbessern 
  • Eintragung von Blutungen 
  • Ermöglicht Bestimmung der Regelmäßigkeit und Dauer des Zyklus 

  • Einmalige Eintragungen 
  • Geeignet um persönliche Einschätzung des Zyklus zu verbessern 
  • Eintragung vom ersten Tag der letzten Blutung und der Zyklusdauer 
  • Ermöglicht grobe Einschätzung des nächsten Periodeneintritts 

für den besonderen Bedarf bei Kinderwunsch*
mit hochwertiger & hochdosierter Folsäure
Mönchspfeffer & ergänzende Vitamine

Zusammengefasst: Zykluskalender sowie Zyklusrechner eignen sich lediglich dazu, deinen Zyklus besser kennenzulernen und den Zeitpunkt der nächsten Blutung zu bestimmen. Darauf lassen auch die Bezeichnungen schließen 😉


Für eine zuverlässige Verhütung oder bei Kinderwunsch stehen dir andere Tools zur Wahl, mit denen sich der Eisprung bestimmen lässt. Doch auch bei diesen Alternativen gibt es wichtige Unterschiede, die sich auf die Zuverlässigkeit der Verhütung sowie deine Chancen auf eine Schwangerschaft auswirken.


Wenn du dich bisher nicht zwischen der Nutzung von Fruchtbarkeitsrechner und Eisprungkalender entscheiden konntest dann verrät dir der vorhergehende Vergleich:


Rechner eignen sich nur für eine grobe Einschätzung des Eisprungs. Wenn du zuverlässig verhüten oder die Chancen auf eine Schwangerschaft deutlich erhöhen willst, dann bietet dir nur ein Eisprungkalender ausreichend Zuverlässigkeit.

Mein Eisprungkalender: So kannst du deine fruchtbaren Tage berechnen(So berechnest du deine fruchtbaren Tage)

Die Überschrift verrät es bereits: Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Eisprung und den fruchtbaren Tagen. Wenn du dich für diesen Zusammenhang interessierst, dann empfehlen wir dir den nächsten Abschnitt zu lesen. 


Doch zuvor gehen wir darauf ein, wofür du einen Eisprungkalender brauchst! Wenn du diesen regelmäßig und über mehrere Zyklen hinweg führst, dann kannst du bald zuverlässig deine fruchtbaren Tage berechnen. Und das ist für beide möglichen Anwendungen sehr hilfreich: 

  1. Du möchtest nicht schwanger werden: Wenn du die Pille als Verhütungsmittel nutzt, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft äußerst gering. [2] Wenn du jedoch einmal die Einnahme vergisst oder die Wirkung durch Erbrechen oder Medikamente möglicherweise beeinträchtigt ist wirst du dich freuen, wenn du deine fruchtbaren Tage kennst. Denn dann kannst du Sex an diesen Tagen bewusst vermeiden oder zusätzlich verhüten. Außerdem ist ein Eisprungkalender Basis für die Anwendung der symptothermalen Methode im Rahmen der Natürlichen Familienplanung (NFP). Mit dieser Methode lassen sich deine fruchtbaren Tage so zuverlässig bestimmen, dass du auch ohne andere Verhütungsmittel eine Schwangerschaft vermeiden kannst. Doch dazu später mehr. 
  2. Du möchtest schwanger werden: An keinem Tag in deinem Zyklus lässt es sich zu 100 % ausschließen, dass du schwanger wirst. Genauso gibt es auch umgekehrt keine Garantie, dass es zu einer Schwangerschaft kommt. Doch du kannst deine Chancen bestmöglich nutzen, wenn du an deinen fruchtbaren Tagen ungeschützten Geschlechtsverkehr hast. Damit dein Wunsch möglichst bald wahr wird, solltest du deswegen unbedingt mit Hilfe eines Eisprungkalenders ermitteln, wann du am wahrscheinlichsten schwanger wirst. 

Chancen aufs Wunschbaby steigern oder hormonfrei verhüten: NFP macht’s möglich


Du weißt jetzt, wofür du einen Eisprungkalender nutzen kannst. Klären wir nun gemeinsam, wie dein Eisprung mit deinen fruchtbaren Tagen zusammenhängt um zu verstehen, wie der Kalender funktioniert

Vom Eisprung zur Befruchtung: Das passiert in deinem Körper

In jedem Zyklus der Frau erfolgt genau ein Eisprung. Wenn du weißt, wann es zu diesem Ereignis kommt, dann weißt du auch, wann du fruchtbare Tage hast. Um diesen Zusammenhang zu verstehen, brauchen wir ein wenig Hintergrundwissen über den weiblichen Zyklus

 

Zuerst wird die Reifung eines sogenannten Follikels durch das Hormon FSH ausgelöst. Diese Abkürzung macht die Funktion dieses Hormons deutlich, denn FSH steht für follikelstimulierendes Hormon. Gleichzeitig fördert Östrogen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut sowie die Öffnung des Gebärmutterkanals. All diese Vorgänge bereiten deinen Körper auf die darauffolgenden Ereignisse und auf eine mögliche Schwangerschaft vor. 


Dann kommt es zum wichtigsten Ereignis in deinem Zyklus: Durch einen Anstieg der Hormone FSH und LH wird der Eisprung ausgelöst. Diesen Anstieg des LH misst auch ein Ovulationstest bzw. Eisprungtest. Der Haken: Um einen Ovulationstest zum richtigen Zeitpunkt durchzuführen, musst du den Eisprung bereits näherungsweise bestimmt haben. Nur so weißt du, wann du den Test durchführen sollst. Du siehst – es führt kein Weg an einem Eisprungkalender vorbei. 😉  

Alles über den Eisprung: Zeitpunkt berechnen, Anzeichen erkennen und Kinderwunsch wahr machen


Es gibt Medikamente (wie z.B. Clomifen), mit denen sich der Eisprung auslösen lässt. Mehr darüber erfährst du in unserem Artikel. Wir möchten an dieser Stelle nur betonen: 


Die bewusste Auslösung des Eisprungs kann nur mit vorhergehender ärztlicher Rücksprache erfolgen und bringt, wie jede Medikamenteneinnahme, auch das Risiko von Nebenwirkungen mit sich. Nichtsdestotrotz sind solche Möglichkeiten natürlich von großer Bedeutung für Frauen, bei denen der Eisprung ausbleibt und dadurch eine Befruchtung und Schwangerschaft ausgeschlossen ist.

Doch was ist der Eisprung genau und wie hängt dieser mit deinen fruchtbaren Tagen zusammen? 


Das Follikel, das am Anfang des Zyklus gereift ist, platzt und die Eizelle wird freigegeben. Diese gelangt schließlich in den Eileiter. Dort wartet sie 24 Stunden auf eine mögliche Befruchtung. Bleibt dieses Ereignis aus, stirbt die Eizelle ab [1] und du bist erst wieder im nächsten Zyklus beim nächsten Eisprung fruchtbar. 


Doch keine Sorge, das bedeutet nicht, dass sich deine fruchtbare Zeit auf 24 Stunden beschränkt. Spermien sind nämlich etwas durchhaltungsvermögender. Diese können etwa fünf Tage in deinem Körper überleben. Wenn du mehr darüber wissen willst, empfehlen wir dir unseren Artikel “Wie lange überleben Spermien?”. Daraus ergeben sich insgesamt sechs fruchtbare Tage. Alle anderen werden daher als unfruchtbare Tage bezeichnet. 

 

Du kennst nun also den Zusammenhang zwischen deinem Eisprung und den fruchtbaren Tagen. Die entscheidende Frage ist: Woher weißt du, wann du deinen Eisprung hast? 


Im Internet ist oft davon zu lesen, dass der Eisprung genau in der Mitte des Zyklus liegt. Damit lässt sich aber nur schwer der Eisprung berechnen mit unregelmäßigem Zyklus. Denn wenn die Länge deines Zyklus variiert, dann verändert sich auch der Zeitpunkt des Eisprungs. 


In einem Eisprungkalender notierst du jeden Tag bestimmte Werte, die du ganz einfach selbst zuhause messen bzw. kontrollieren kannst. Diese Werte geben dir viel Aufschluss über deinen Zyklus und ermöglichen das Eisprung Berechnen auch mit unregelmäßigem Zyklus. Aus diesem Grund wird der Eisprungkalender auch als Fruchtbarkeitskalender bezeichnet. 

Wofür eignen sich Zykluskalender?

Dieser ist viel simpler als ein Eisprungkalender aufgebaut. Dieser ist jedoch vollkommen ausreichend, wenn du deinen Zyklus ohne bestimmten Anlass besser kennenlernen willst und um eine wertvolle Basis für Gespräche mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu haben. Das gleiche gilt auch für Zyklusrechner. Eisprungkalender hingegen sind am aufwendigsten zu führen, dafür aber auch am zuverlässigsten. 

Wie funktioniert ein Eisprungkalender?

Mit einem Eisprungkalender weißt du, wann dein Eisprung stattfindet und somit auch, wann du fruchtbare Tage hast. Diese beginnen vier Tage vor dem Eisprung und enden einen Tag danach. Doch wie kannst du diesen Zeitpunkt mit dem Kalender ermitteln


Es gibt drei wichtige körperliche Anzeichen, die sich im Laufe deines Zyklus verändern. Diese Veränderungen geben dir sichere Hinweise darauf, wann dein Eisprung stattfindet. Damit du diese zuverlässig auswerten kannst ist es notwendig, dass du deinen Eisprungkalender über mehrere Zyklen hinweg täglich ausfüllst. 


In den folgenden Abschnitten gehen wir darauf ein, wie und warum sich diese Anzeichen verändern. Abschließend fassen wir die Informationen zusammen und geben dir eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du die Messungen richtig in den Eisprungkalender einträgst. 

Anzeichen #1: Zervixschleim

Der lateinische Begriff “Cervix Uteri” steht für “Hals der Gebärmutter”. Damit wird deutlich: Der Zervixschleim wird im Gebärmutterhals produziert. Dort erfüllt der Schleim während des gesamtes Zyklus wichtige Aufgaben: 

  • An deinen unfruchtbaren Tagen (und das sind die meisten in deinem Zyklus) schützt der Schleim deine Gebärmutter vor dem Eindringen von Bakterien sowie Spermien. 
  • An deinen fruchtbaren Tagen erleichtert der Schleim das Eindringen der Spermien. 

Die zentrale Frage lautet nun: Wie kann derselbe Schleim so unterschiedliche Aufgaben erfüllen? Die Antwort findet sich in seiner Konsistenz und Qualität. Diese Eigenschaften verändern sich im Laufe des Zyklus. Genau das kannst du dir zunutze machen und durch die Prüfung der Konsistenz Rückschlüsse darauf ziehen, wann dein Eisprung erfolgt. 

 

Die folgende Auflistung bietet dir eine schnelle Übersicht über die Konsistenz des Zervixschleims in verschiedenen Zyklusphasen. Damit dir das Eintragen in den Eisprungkalender möglichst leicht fällt, haben wir auch die entsprechenden Kürzel angegeben. Diese findest du zusätzlich nochmal auf der zweiten Seite des Eisprungkalenders, wo sie noch weiter erklärt und differenziert werden. 

 

Phase: kurz vor und nach der Periode sowie nach dem Eisprung 

Zervixschleim-Eigenschaften: zäh, dick, trübe, pappig, weißlich, mit Klumpen, schwer oder nicht weit spinnbar 

Kürzel für Eisprungkalender: s oder f 

 

Phase: während der Periode 

Zervixschleim-Eigenschaften: oft unbemerkt, trockenes Gefühl; Zäh, dick, trübe, pappig, weißlich, mit Klumpen, schwer oder nicht weit spinnbar 

Kürzel für Eisprungkalender: s, t oder Ø 

 

Phase: vor und bei Eisprung 

Zervixschleim-Eigenschaften: durchsichtig, flüssig, leicht und weit spinnbar 

Kürzel für Eisprungkalender: s+ 

Das Beobachten des Zervixschleims und die Beurteilung der Eigenschaften braucht Übung. Es gibt sogar Frauen, die auch mit Erfahrung kaum oder keine Veränderungen beim Schleim beobachten können. In diesem Fall ist das Abtasten des Muttermundes und die Messung der Basaltemperatur umso wichtiger, um den Eisprungkalender zuverlässig zu nutzen. 

Anzeichen #2: Basaltemperatur

Das Wort “Basaltemperatur” klingt etwas kompliziert, wenn man es das erste Mal liest. Dabei steckt etwas ganz einfaches dahinter - nämlich deine Aufwachtemperatur, also deine Körpertemperatur nach dem Aufwachen. Ganz einfach, oder? 😉 


Damit diese Messung aussagekräftig ist, ist es sehr wichtig, sich immer an diese Definition zu halten. Anders ausgedrückt: Miss die Temperatur wirklich immer nach dem Aufwachen und nicht erst im Laufe des Tages. Außerdem lohnt es sich, in ein Basalthermometer zu investieren. Die wichtigste Eigenschaft eines solchen Thermometers ist, dass seine Temperaturanzeige zwei Nachkommastellen besitzt und es dementsprechend auch geringe Veränderungen deiner Körpertemperatur zuverlässig messen kann. 

 

Um die Messung richtig durchzuführen, beachte die folgenden drei Tipps: 

  1. Miss die Temperatur immer nach dem Aufwachen, nach Möglichkeit auch zur gleichen Uhrzeit. In unserem Eisprungkalender kannst du die Uhrzeit der Messung notieren. Sollte sich deine Aufwachtemperatur einmal scheinbar unbegründet verändern kannst du nachvollziehen, ob dies möglicherweise an einer veränderten Messuhrzeit liegt. 
  2. Miss bestenfalls in der Vagina oder im After. Wenn du dich damit nicht wohl fühlst, dann ist eine orale Messung die bestmögliche Alternative. 
  3. Führe die Messung drei Minuten lang durch.  

Das Praktische ist: Du musst nicht die Temperatur in den Kalender eintragen, sondern mache einfach ein Kreuz an der entsprechenden Stelle. Das geht nicht nur schneller, sondern ergibt auch nach ein paar Messungen eine Basaltemperaturkurve. An dieser wird sofort deutlich, wenn ein plötzlicher Temperaturanstieg erfolgt. 


Normalerweise ändert sich die Basaltemperatur nur um etwa 0,1°C bis 0,2°C während deines Zyklus. Ein plötzlicher Anstieg von 0,4°C oder 0,5°C zeigt deutlich an: Dein Eisprung ist erfolgt! In den nächsten 24 Stunden ist deine Fruchtbarkeit besonders hoch. Und was passiert danach? 


Wenn du nicht schwanger bist, dann sinkt die Temperatur wieder auf das gewohnte Niveau. Wenn es zu einer Schwangerschaft kommt, bleibt die Temperatur erhöht. Du siehst: Es lohnt sich gleich doppelt, wenn du deine Basaltemperatur beobachtest, denn es lassen sich verschiedene Rückschlüsse daraus ziehen. 

 

Mehr Tipps zur richtigen Messung der Basaltemperatur findest du in unserem Artikel zu diesem Thema

Anzeichen #3: Veränderung des Muttermunds

Zuletzt bietet der Eisprungkalender die Möglichkeit, Veränderungen bei deinem Muttermund zu dokumentieren. Dabei handelt es sich um den Eingang des Gebärmutterhalses. Wenn du dich zurückerinnerst, dann weißt du schon: Dort wird auch der Zervixschleim produziert. 


Wenn du den Muttermund regelmäßig ertastest, dann gewinnst du noch ein weiteres Anzeichen für deine fruchtbaren Tage. Dabei kannst du auf verschiedene Eigenschaften achten: auf die Lage, die Festigkeit sowie ob dieser geöffnet oder geschlossen ist. In deinen Kalender trägst du nur die Lage und die Festigkeit ein, da diese Anzeichen zur Bestimmung des Eisprungs vollkommen ausreichen. 


Wir haben wieder eine übersichtliche Auflistung für dich vorbereitet, die die verschiedenen Eigenschaften in Zusammenhang mit den Zyklusphasen bringt. Der Vollständigkeit wegen ist in dieser auch die Öffnung des Muttermunds vermerkt. 

 

Phase: nach der Periode und nach dem Eisprung 

Muttermund-Lage: tief 

Muttermund-Festigkeit: hart 

Muttermund-Öffnung: geschlossen 

 

Phase: in der Mitte des Zyklus 

Muttermund-Lage: höher 

Muttermund-Festigkeit: hart-weich 

Muttermund-Öffnung: halboffen 

 

Phase: bei Eisprung 

Muttermund-Lage: hoch 

Muttermund-Festigkeit: weich 

Muttermund-Öffnung: offen 

Gerade an deinen fruchtbaren Tagen lässt sich der Muttermund wegen seiner erhöhten Lage schwerer ertasten. Wenn du schon etwas Übung darin hast, dann wirst du das jedoch sofort bemerken und es als eindeutiges Zeichen für deinen Eisprung bewerten können. 


Gleichzeitig bedeutet das: Wenn du deinen Muttermund das erste Mal ertasten willst, dann ist nach der Periode ein guter Zeitpunkt. Grundsätzlich gibt es dabei nicht allzu viel zu beachten. Wasche dir nur davor die Hände, um sicherzugehen, dass keine Bakterien oder andere Verschmutzungen in deine intimen Zonen gelangen.

Die Eisprung-Anzeichen richtig in den Kalender eintragen

 

Du hast nun viel darüber gelesen und gelernt, warum du die beschriebenen Werte und Symptome in den Eisprungkalender einträgst. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung führt dich noch einmal durch, wie du deinen Eisprungkalender richtig führst.

Ab wann ist der Kalender zuverlässig?

Zuverlässige Aussagen kannst du erst nach ein paar Zyklen aus dem Eisprungkalender gewinnen. Das gilt insbesondere dann, wenn du einen unregelmäßigen Zyklus hast. 

Schritt 1: Drucke den Eisprungkalender aus. Du brauchst für jeden Zyklus eine eigene Seite. 

Schritt 2: Warte bis zum ersten Tag deiner Periode ab. Mit diesem Ereignis beginnt dein Zyklus und du kannst auch damit beginnen, den Eisprungkalender zu führen. 

Schritt 3: Trage ganz oben den aktuellen Monat ein. Da dein Zyklus sich nicht nach den Kalendermonaten richtet, wirst du vermutlich auch den folgenden Monat eintragen, also z.B. April/Mai. 

Schritt 4: Ab jetzt solltest du täglich neue Werte in deinen Kalender eintragen. Bei manchen reicht ein einfaches Kreuz, bei anderen gibt es verschiedene Abkürzungen. Was die Abkürzungen genau bedeuten, wird auf Seite 2 des Eisprungkalenders erklärt. Die folgenden Werte kannst du täglich eintragen: 

  1. Den Wochentag 
  2. Konsistenz des Zervixschleim (t, f, Ø, s, s+) 
  3. Muttermundlage (h, t) 
  4. Muttermundfestigkeit (f, w) 

Zudem hast du die Möglichkeit, Blutungen mit verschiedenen Abkürzungen einzutragen sowie zu notieren, wenn du Geschlechtsverkehr hattest. 

Wenn du lediglich deine Zykluslänge berechnen willst, dann reicht ein einfacherer Menstruationskalender bzw. Periodenkalender aus. Auch dieser steht dir auf miapanda kostenlos zum Download zur Verfügung! 


Im Zykluskalender notierst du deine Blutungen sowie deren Stärke. Nach ein paar Zyklen weißt du, ob du einen regelmäßigen oder unregelmäßigen Zyklus hast. Damit kannst du den wahrscheinlichen Eintritt deiner nächsten Periode berechnen und hast eine ideale Basis für Gespräche mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.  

Weitere Möglichkeiten für die Berechnung des Eisprungs

Am Anfang des Artikels haben wir dir bereits einen Überblick über die vielen Alternativen zum Eisprungkalender präsentiert. Wenn du online nach Tools stöberst, dann findest du schnell den sogenannten Zyklusrechner, sowie den Eisprungrechner bzw. Ovulationsrechner. 


Wenn du den Abschnitt gelesen hast dann weißt du: Bei einem Online-Rechner trägst du nur einmalig Daten ein. Dementsprechend ist die Zuverlässigkeit deutlich geringer als bei einem täglich geführten Eisprungkalender. Obwohl diese Tools manchmal auch als Fruchtbarkeitsrechner bezeichnet werden, eignen sich diese grundsätzlich nicht als Verhütungsmethode, da die Zuverlässigkeit nicht ausreichend gegeben ist. 


Wenn du dir hingegen wünschst schwanger zu werden und einen regelmäßigen Zyklus hast, dann können Rechner die einfachste Methode sein, um deine Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Doch es gibt ein “aber”. Denn um zu wissen, ob dein Zyklus regelmäßig ist, solltest du zumindest einen Zykluskalender führen. Diesen kannst du hier kostenlos downloaden

 

Wenn du online bereits ein bisschen gestöbert hast, dann bist du vermutlich auch auf Eisprungrechner mit erweiterten Optionen gestoßen. Diese möchten wir dir im Folgenden kurz vorstellen und auf deren Zuverlässigkeit eingehen. Außerdem ein kurzer Hinweis: Wir verwenden im Folgenden die Bezeichnung “Eisprungkalender”, da die Anbieter ihre Tools in vielen Fällen so benennen. Du weißt aber mittlerweile, dass der Begriff “Eisprungrechner” in Wahrheit zutreffender wäre. 

Eisprungkalender mit Einnistung

Ein Eisprungkalender mit Einnistung verspricht, neben dem Eisprung auch den Einnistungstag zu berechnen. Wann die Einnistung stattfindet und was dabei in deinem Körper passiert, beschreiben wir im Detail in unserem Artikel über die Einnistung. Darin findest du auch die folgende Berechnung: 

 

Tag des Eisprungs + 8 oder 10 (Tage) = Einnistungsdatum 

 

Einnistung berechnen leicht gemacht! Das Einnistungsdatum kennzeichnet das Ereignis, ab dem du tatsächlich schwanger bist und ab dem sich dein Baby fortlaufend weiterentwickelt. Da jedoch jeder Körper individuell ist, kann das Datum auch um plus / minus 2 Tage abweichen. Dementsprechend bieten Eisprungkalender mit Einnistung nur einen Näherungswert, den du auch mithilfe dieser einfachen Rechnung erhältst. Spätestens wenn deine Periode ausbleibt, kannst du einen Schwangerschaftstest durchführen, der weit mehr Aussagekraft und Zuverlässigkeit bietet. 

Eisprungkalender mit Geburtstermin

Du weißt bereits, dass sich mit dem Zeitpunkt des Eisprungs auch deine fruchtbaren Tage berechnen lassen. Wenn du an diesen Tagen Geschlechtsverkehr hast, ist deine Chance am größten, dass es tatsächlich zu einer Schwangerschaft kommt. Auf Basis dieser Zusammenhänge gibt es auch Eisprungkalender mit Geburtstermin. 


Unabhängig von der Zuverlässigkeit dieser Angaben möchten wir betonen: Wenn du einen Eisprungkalender nutzt, dann versuchst du gerade, schwanger zu werden. Es ist vollkommen normal, wenn dies nicht gleich beim ersten Mal klappt. Deswegen unser Rat: Nimm dir Zeit und Geduld. Den Geburtstermin berechnen kannst du auch dann noch, wenn du tatsächlich schwanger bist. Zu einem früheren Zeitpunkt riskierst du lediglich, den Druck und Stress zu vergrößern. 


Genauso sind auch Geburtsrechner mit Vorsicht zu genießen, da diese nur wenige Anhaltspunkte berücksichtigen. Deine Ärztin oder dein Arzt hingegen beobachten die Entwicklung deines Babys und können daher am besten abschätzen, wann dein Baby vermutlich zur Welt kommen wird. [3]

Die meisten Babys kommen zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem errechneten Geburtstermin zur Welt. [4] Selbst das Entbindungstermin Berechnen ist daher ein bisschen wie schwanger werden – es gibt zwar Wahrscheinlichkeiten und Statistiken, doch dein Baby liebt es, dich zu überraschen. 😊  

Eisprungkalender mit Geschlecht

Zum Abschluss kommen wir zu der wahrscheinlich kreativsten Funktion eines Eisprungkalenders – dem Eisprungkalender mit Geschlecht. Nachdem dir dein Baby nicht einmal verrät, wann es genau zu Welt kommt, wird es dir wohl kaum sein Geschlecht verraten. 😉 Nichtsdestotrotz ist es ein legitimer Wunsch und eine verständliche Neugier, wenn du das Geschlecht deines Babys so früh wie möglich wissen willst. Doch leider gibt es keinen Eisprungkalender für Wunschkinder, bei dem du dir das Geschlecht im Vorfeld erfahren kannst. 

 

Zum Glück gibt es eine andere, sehr verlässliche Methode, um dies herauszufinden. Ab der zwölften Woche kann und darf dir deine Ärztin oder dein Arzt das Geschlecht deines Babys verraten. Mehr über dieses Thema und Eisprungkalender mit Geschlecht erfährst du in unserem Artikel “Mädchen oder Junge?”. Doch so viel sei hier schon verraten: Diese Kalender beruhen auf keinen wissenschaftlichen Studien oder Erkenntnissen. Natürlich spricht nichts dagegen, etwas zu orakeln. Gewissheit bringt dir jedoch nur eine ärztliche Ultraschalluntersuchung. 

Chinesischer Eisprungkalender – auch diese Variante des Eisprungkalenders fällt eher in die Kategorie “witziges Gimmick”, als hilfreiches und zuverlässiges Mittel bei Kinderwunsch. Der chinesische Eisprungkalender verspricht ebenfalls das Geschlecht des Babys vorauszusagen. Spaßeshalber kannst du solche Tools natürlich im Internet nutzen – ab der 12. Woche kannst du dir das Ergebnis ärztlich bestätigen lassen oder eben herausfinden, dass es doch nur ein Orakel war. 😉 

Eisprungkalender-App

Mittlerweile gibt es für viele Anwendungen kostenlose Apps – so auch für das Führen eines Eisprungkalenders. In unserem Artikel über Basalthermometer haben wir ein paar Apps im Detail vorgestellt. Schau dort gerne mal vorbei, wenn du die digitale gegenüber der analogen Variante bevorzugst! Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, die du mit deinen persönlichen Vorlieben abgleichen musst. 

 

Und damit beenden wir diesen Artikel. Wir wünschen dir viel Freude beim Führen deines Eisprungkalenders und wünschen dir, dass du schon 9 Monate später dein kleines großes Glück in Händen hältst! 

Wie genau sind Eisprungkalender?

In unseren Eisprungkalender trägst du täglich deine Basaltemperatur (also deine Aufwachtemperatur), die Konsistenz deines Zervixschleims sowie deine Muttermundlage und –festigkeit ein. All diese Werte und Eigenschaften verändern sich im Laufe deines Zyklus. Insbesondere zum Zeitpunkt deines Eisprungs haben alle drei Symptome besondere Eigenschaften, die du ganz leicht selbst feststellen kannst. Dementsprechend kannst du deinen Eisprung relativ zuverlässig mit einem Kalender bestimmen. Um die Genauigkeit noch weiter zu erhöhen, kannst du zusätzlich einen Ovulationstest durchführen. 

Wie sicher sind die Eisprungkalender?

Wenn du einen Eisprungkalender nutzt um schwanger zu werden, dann nutzt du deine Chancen auf eine Schwangerschaft bestmöglich aus. Wenn du den Kalender hingegen zur Verhütung nutzt, dann wendest du die sogenannte symptothermale Methode an. Wenn du deinen Zervixschleim sowie deine Basaltemperatur täglich beobachtest und mit diesem Wissen an fruchtbaren Tagen auf ungeschützten Geschlechtsverkehr verzichtest, dann gibt Pro Familia einen Pearl Index von 0,4 – 1,8 für die symptothermale Methode an. Zum Vergleich: Das Kondom hat nur einen Pearl Index von 2 bis 12. [5] 

Wann kann eine Frau schwanger werden?

Du hast vermutlich schon einmal gelesen, dass du in jedem Zyklus ein paar “fruchtbare Tage” hast. An diesen Tagen ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass du schwanger wirst. Einerseits ist ab dem Eisprung für etwa 24 Stunden eine Befruchtung möglich. Danach stirbt die Eizelle ab. Doch zum Glück sind Spermien deutlich resistenter. Diese können bis zu fünf Tage im Körper der Frau befruchtungsfähig bleiben. Daraus ergeben sich bis zu sechs fruchtbare Tage, die du jeden Zyklus hast – vorausgesetzt, ein Eisprung hat stattgefunden. 

Teile diesen Beitrag!

Quellenverzeichnisse

[1] https://www.frauenaerzte-im-netz.de/familienplanung-verhuetung/natuerliche-familienplanung/weiblicher-zyklus-wann-sind-die-fruchtbaren-tage/ (letzter Abruf: 05.05.2021, 13:10) 

[2] https://www.profamilia.de/themen/verhuetung/pearl-index (letzter Abruf: 05.05.2021, 13:10) 

[3] https://www.presseportal.de/pm/17951/2878499 (letzter Abruf: 18.05.2021, 16:45) 

[4] https://www.gesundheitsinformation.de/wann-wird-eine-geburtseinleitung-noetig.html (letzter Abruf: 18.05.2021, 16:45) 

[5] https://www.profamilia.de/themen/verhuetung/pearl-index (letzter Abruf: 18.05.2021, 16:45)


Bildrechte

[1] © natus111 - stock.adobe.com

[2] © Pixabay - 3907349


Wir erstellen unsere Ratgeberartikel auf der Basis von wissenschaftlichen Quellen. Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass sich die Angaben in keinem Fall als Ersatz für eine professionelle, ärztliche Beratung oder Behandlung eignen. Die Inhalte von miapanda.de können und dürfen daher nicht verwendet werden, um selbst eine Diagnose zu stellen und/oder eine Behandlung zu beginnen.