Haarausfall in der Stillzeit – Ist das normal?

geschrieben von:
Sabine Rajchl

zuletzt aktualisiert am 05.01.2023
mit wissenschaftlichen Quellen belegt

Haarausfall in der Stillzeit – Ist das normal?

Die meisten Frauen können sich während der Schwangerschaft über üppiges Haar und glatte Haut freuen. Doch wenn das Baby auf der Welt ist, erleben manche Mütter genau das Gegenteil und ihre Haare fallen büschelweise aus. Die meisten Frauen sind dadurch verständlicherweise sehr verunsichert und fühlen sich unwohl. Wenn auch du an dem Symptom leidest, wollen wir dir mit diesem Artikel die Sorgen nehmen. Wir erklären dir, wodurch der Haarausfall in der Stillzeit entsteht und was du dagegen tun kannst. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Stillen an sich hat keinen Einfluss auf den Haarausfall. 

  • Der Haarausfall ist ein natürliches Symptom nach der Schwangerschaft, das viele frisch gebackene Mütter betrifft. 

  • In den meisten Fällen ist der Haarverlust nur vorübergehend und hört von allein wieder auf. 

Allgemeines zu Haarausfall

Das einzelne Haar wächst unter gesunden Umständen 6 Jahre lang. Anschließend kommt es in eine zweiwöchige Phase, in der das Haarfollikel den Stoffwechselprozess einstellt. Als Folge davon wird das Haar nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und wächst nicht mehr. Dieser Ruhezustand hält zwei bis vier Monate an, bis das Haar schließlich ausfällt. [1] Somit ist Haarausfall an sich ein ganz natürlicher Prozess, durch den jeder Mensch täglich rund 80 Haare verliert. 

 

Von einem krankhaften Haarausfall spricht man, wenn über einen Zeitraum von acht Wochen täglich mehr als 100 Haare ausfallen. [2] Betroffene sollten ärztlichen Rat einholen, um die Ursache des Haarausfalls zu bestimmen und behandeln zu lassen. 

Warum es nach der Schwangerschaft zu Haarausfall kommen kann 

Während der Schwangerschaft durchläuft dein Körper hormonelle Schwankungen und der Östrogenspiegel steigt stark an. Dieser wirkt sich positiv auf das Haarwachstum und auch den Glanz deiner Haare aus. 

Das weibliche Hormon Östrogen verlängert die Wachstumsphase der Haare und sorgt für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut. Somit werden die Haare besser mit Nährstoffen versorgt und es kommt während der Schwangerschaft zu einem vermehrten Haarwachstum.

Nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel wieder auf das Normalniveau ab und die Haare, welche zuvor vermehrt gewachsen sind, fallen wieder aus. Somit verlierst du eigentlich nur die Haare, die in der Schwangerschaft zusätzlich durch die hormonellen Veränderungen gewachsen sind. [3] 

 

Weitere mögliche Ursachen für den Haarausfall in der Stillzeit können Stress und Schlafmangel sein. Beide Faktoren beeinflussen das Haarwachstum negativ. Da Frauen nach der Geburt naturgemäß in vielen Fällen unter Schlafmangel leiden, wird das Haarwachstum gestört. Auch Stresshormone stören das Zellwachstum und können so die Haarwurzeln schwächen. 

 

Während der Schwangerschaft benötigt dein Körper bis zu 60 % mehr Eisen und Folsäure, damit dein Baby gut wachsen und gedeihen kann. Dies führt oft zu einem steigenden Mineralmangel, wodurch es zum Haarausfall kommen kann. Um diesem entgegenzuwirken, helfen dir Schwangerschaftspräparate dabei, deinen erhöhten Nährstoffbedarf einfach zu decken. 

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Der Haarausfall ist bei jeder betroffenen Frau unterschiedlich stark ausgeprägt. Manche berichten lediglich über ein paar Haare mehr in der Bürste, wogegen andere über extremen Haarausfall klagen. Wir möchten dir ans Herz legen: Solltest du unter Haarausfall in der Stillzeit leiden, denk immer daran: Du bist nicht alleine. In diesem Artikel verraten wir dir außerdem ein paar Tipps, wie du dein Haarwachstum anregen kannst. 

Ist Stillen wirklich die Ursache für den Haarausfall? 

Viele Mütter vermuten, dass Stillen den Haarausfall auslöst. Diese Annahme kommt vermutlich daher, dass sich bei stillenden Müttern der Hormonhaushalt langsamer umstellt als bei nicht stillenden Müttern. Wenn es zum Haarausfall kommt, tritt dieser erst später im Verlauf der Stillzeit oder sogar erst beim Abstillen auf. 

 

Doch diese Sorge können wir dir nehmen. Es gibt keinerlei Studien oder belegte Fälle die beweisen, dass sich Stillen negativ auf das Haarwachstum auswirkt. 

Natürlich hast du beim Stillen einen erhöhten Kalorienverbrauch und dein Körper benötigt mehr Mineralien und Vitamine. Da liegt es nahe, dass dadurch die Haare unterversorgt werden könnten. Aber bewiesen wurde diese Theorie bisher nicht und somit ist der Haarausfall kein Grund, das Stillen abzusetzen. Wenn du dich für das Stillen deines Babys entscheidest, dann versorgst du dein Baby  

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Was tun gegen Haarausfall in der Stillzeit? Unser Tipps! 

Ärztinnen und Ärzte raten von der Behandlung des Haarausfalls in der Stillzeit ab, da sich dieser nach einiger Zeit von selbst reguliert und einstellt. Doch es ist sehr verständlich wenn es dir schwer fällt, einfach nur abzuwarten und auf Besserung zu hoffen. Sehr hilfreich kann es sein, wenn du dich mit anderen Mamas auszutauschst, die in einer ähnlichen Situation sind. 

 

Zudem gibt es ein paar Möglichkeiten, wie du dein Haarwachstum anregen und die Zeit des Haarausfalls für dich angenehmer gestalten kannst. Ein paar dieser Möglichkeiten stellen wir dir hier nun vor: 

  • Ein Zopf übt viel Druck auf die Haarwurzeln aus, wodurch die Haare schneller abbrechen. Trage dein Haar daher, wenn möglich, offen.  
  • Lasse dich von deiner Friseurin oder deinem Friseur beraten und deine Haare so schneiden, dass kahle Stellen kaschiert werden und du dich wohler fühlst. 
  • Auch wenn es besonders im ersten Lebensjahr deines Babys schwierig ist, solltest du auf ausreichend Schlaf- und Ruhephasen achten. Lege dich am besten auch hin, wenn dein Baby schläft. 
  • Schüssler-Salze können dem Haarausfall in der Stillzeit vorbeugen. Mit der Einnahme sollte mindestens zwei Monate vor der Geburt begonnen werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Verschiedene Mineralsalze werden dabei miteinander kombiniert. [4] Besprich die Dosierung vorab mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt. 
  • Ernähre dich gesund und ausgewogen. Das beeinflusst nicht nur dein Haarwachstum, sondern sorgt auch dafür, dass du dich wohler und fitter fühlst. 

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Lasse regelmäßig deinen Eisenstatus im Blut untersuchen und besprich die Ergebnisse mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Wann hört Haarausfall nach der Geburt auf? 

Wir können dich beruhigen. In den meisten Fällen hört der Haarausfall etwa drei bis fünf Monate nach der Geburt auf. Spätestens nach einem Jahr solltest du wieder deine gewohnte Haarpracht haben. Bessert sich der Haarverlust nicht in dieser Zeit, solltest du ärztlichen Rat einholen. 

Was hilft bei Haarausfall in der Stillzeit? 

Ganz wichtig: Sprich mit deinen Liebsten oder mit anderen Müttern darüber. Dann wirst du sehen, dass du mit dem Problem nicht allein bist und der seelische Druck wird weniger. Zudem solltest du auf eine gesunde Ernährung achten, sowie auf eine ausreichende Deckung deines Mineral- und Vitaminhaushaltes. Gönne dir einen neuen Haarschnitt, um den Haarverlust zu kaschieren und trage dein Haar am besten offen, um die Haarwurzeln nicht zu strapazieren. 

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Quellenverzeichnisse

[1] https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/haare/haarausfall-uebersicht/haarausfall (Letzter Abruf 05.09.2022, 11:30 Uhr) 

 

[2] https://aerztezeitung.at/2016/oaz-artikel/medizin/haarausfall-frauen-menopause-univ-prof-klemens-rappersberger-univ-prof-jolanta-schmidt/ (Letzter Abruf 07.09.2022, 09:00 Uhr) 

 

[3] https://www.ifue-haartransplantation.de/haarausfall-schwangerschaft/ (Letzter Abruf 05.09.2022, 11:40 Uhr) 

 

[4] https://www.experto.de/praxistipps/wie-sie-mit-schuesslersalzen-haarausfall-nach-der-schwangerschaft-behandeln.html (Letzter Abruf 07.09.2022, 09:30 Uhr) 


Bildrechte

[1] © pixabay - slavoljubovski 

[2] © Pexels - Helena Jankovičová Kováčová


Wir erstellen unsere Ratgeberartikel auf der Basis von wissenschaftlichen Quellen. Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass sich die Angaben in keinem Fall als Ersatz für eine professionelle, ärztliche Beratung oder Behandlung eignen. Die Inhalte von miapanda.de können und dürfen daher nicht verwendet werden, um selbst eine Diagnose zu stellen und/oder eine Behandlung zu beginnen.